Worauf´s ankommt

Wer schreibt, liest auch. Also, im Normalfall zumindest. Jedenfalls bleibt es nicht aus, dass ich selbst jede Menge Kundenmagazine in die Finger bekomme, ob im Büro oder über den heimischen Briefkasten. Seien es Automobilhersteller und -zulieferer, Energieversorger, Hilfs- und Tierschutzorganisationen, Krankenkassen oder Versicherer: Alle erzählen mir mehr oder minder ungefragt etwas über ihre Arbeit, ihre Produkte und/oder ihre Dienstleistungen.

Und wie vermutlich bei allen Lesern trennt sich auch bei mir ziemlich schnell die Spreu vom Weizen. Einiges, ich gebe es zu, landet maximal flüchtig durchgeblättert beim Altpapier. Hier und dort bleibe ich bei einigen Bildern oder Überschriften hängen und bei einigen wenigen lese ich fast das komplette Heft. So weit, so selbstverständlich. Wem geht das nicht genauso? Stellt sich die naheliegende Frage, was letztlich den Unterschied ausmacht.

Nehmen wir das Beispiel der international agierenden Tierschutzorganisation: Tolle Bilder, spannende und lebendige Geschichten, der hin und wieder erfolgreiche Kampf gegen Windmühlen und mitunter sogar ein Happyend: Da tauche ich gerne drin ab. Zugegeben, im Berufsalltag von Krankenkassen spielt das Einfangen und Markieren trächtiger Nashornweibchen eine eher untergeordnete Rolle. Aber auch hier lassen sich spannende Hintergrundgeschichten erzählen, oder eher „ließen“: Leider wollen mir an dieser Stelle gerade keine ausgesprochenen Positivbeispiele einfallen.

Wie es anders geht, hat mir in der Vergangenheit schon oft ein Entwicklungspartner aus der Automobilbranche bewiesen: Interessante Einblicke in Forschung und Ingenieursdasein, teils mit ungeschminkten Storys über technische Sackgassen, die aber doch zumindest den Blick für ganz neue Ansätze und Ideen eröffneten. Das ist glaubhaft, so funktioniert das altbekannte „trial and error“, das ist mir nur allzu vertraut. Wer mir im Gegensatz dazu nur gebetsmühlenartig rosarote Erfolgsstorys erzählen will, wie sich vom ersten Entwurf bis zum fertigen Produkt ein Schritt nahtlos an den anderen gefügt hat … mal ehrlich: Wer nimmt das für bare Münze?

Was also für mich ganz persönlich ein gutes Kundenmagazin ausmacht? Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit, verpackt in flüssige Texte und umrahmt mit interessanten Bildern und/oder Grafiken. Dann ist mein Interesse geweckt und dann steige ich auch gern tiefer ein. Vermutlich, wenn es denn mal so kommen sollte, sogar beim Thema Versicherungen. 🙂

 

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